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Reisetagebuch
Kreatives Schaffen

Klang der Ewigkeit: Unsere Reise mit Ludwig van Beethoven

27. März 2026 | Arbeiten am Manuskript der Reiseerzählung

Unser Reisetagebuch der fiktiven Tour 2026 an der Seite eines "lebendigen" Ludwig van Beethoven liefert den Stoff, wird Treatment und Drehbuch für unsere Bühnenprogramme mit Musik und Theater, Ausstellungen und Begegnungsformate der realen Tour in 2027. Heute ging es los mit den ...

... Arbeiten am Manuskript:
KLANG DER EWIGKEIT:
"Unsere Reise mit Ludwig van Beethoven"

KAPITEL 1: Das Hämmern gegen die Stille

Im Januar 2026 erfüllte eine bläuliche Kälte das Zimmer bei Künstler Johannes Frauenschuh im 14. Wiener Gemeindebezirk. Diese Kälte hätte Ludwig van Beethoven in seinen schlimmsten Träumen nicht ersinnen können. Kein warmes Flackern von Kerzen leuchtete mehr. Kein vertrautes Riechen nach verbranntem Docht und feuchtem Papier durchzog die Luft. Stattdessen starrte er auf das unerbittliche Leuchten eines Bildschirms. Dieses Licht zeichnete seine Züge hart und tief. Mit Wucht hämmerte er auf die Tasten. Es galt das Schicksal selbst zu zertrümmern: 

An die Menschheit – oder wer von euch noch ein hörendes Herz besitzt!
Man schrieb das Jahr 1827. Da ließ ich den Vorhang fallen und rief der Welt zu: Plaudite, amici, comoedia finita est! Ich war bereit, dem ewigen Schweigen entgegenzutreten. Doch nun habt ihr mich im Jänner 2026 aus der Ruhe des Grabes gerissen. Ihr habt mich unsanft emporgeschleudert in eine neue Zeit -- fremder als die tiefste Dissonanz. Eine Schar tollkühner Geister fordert von mir die Wiederholung jener Reise. Meine Reise von 1796.

O ihr Toren! Wie habt ihr euch das gedacht? Ich irre durch die Gassen Wiens. Ich finde keinen Stein mehr, auf dem mein Geist ruhen kann. Alles ist erfüllt von Lärm. Diesen Lärm fass’ ich nicht mit den Ohren. Gott hat mir diese Pforte längst verschlossen. Doch ich fühle ihn als unerträgliches Beben in meinen Gebeinen. Dieses Beben erschüttert meine Seele. Ihr reicht mir tückische Zauberkästen des Wissens und Geisterstimmen aus dem Äther. Was sind sie gegen eine Feder und ein reines Blatt Papier? Ich besitze kein Clavier, daß meinen Zorn bändigen könnte. Wo sind die Fürsten die die Kunst noch ehren? Wo ist ein Gönner, der nicht bloß nach dem Nutzen fragt?

Ich stehe hier ohne Dach ohne einen Groschen. Ich bin ein Fremdling im eigenen Vaterland. Mir ist nicht wohl. Mein Herz, das stets für das Wahre und Schöne entflammte, friert in dieser kalten Pracht. Mir scheynt, die Menschheit ist in all den Jahren nicht gereift. Sie handelt noch immer weit unter ihrer Würde. Mein Gefühl zieht mich fort. Es zieht mich weg von diesem bunten Taumel zurück in das stille Land. Dort ist die Kunst keine Sklavin der Maschinen.
Helfet mir – oder lasset mich wieder gehen!
Ludwig van Beethoven

Hochgeschätzter Herr Beethoven,
am Samstag bereits hatte ich meine Sachen gepackt. Ich wollte spätestens am Sonntagmittag an Ihrer Seite in Wien sein. Doch dann erreichte mich eine Nachricht einer Künstlerin aus Ihrer Geburtsstadt Bonn. Dieses Zeugnis Ihrer unvergänglichen Wirkung lege ich Ihnen bei. In jener Nacht fand ich keine Ruhe. Die Kälte draußen entsprach der Unruhe in meinem Geist. Ich wanderte an den Ufern der Elbe entlang tief hinein in das nächtliche Dresden. Dort stand ich vor der Frauenkirche und dem Schloss. Diese erstrahlten im Dunkeln. Ich hielt diesen Moment mit einer Technik fest, die man heute Photographie nennt. Dieses Bild aus Licht entstand in einer Sekunde. In diesem Augenblick dachte ich: Unser Dresden – unsere Freude schöner Götterfunken. Drei dieser Bilder schicke ich Ihnen mit.

Doch sogleich befiel mich ein schwerer Zweifel. Ist es rechtens, einem Geist wie dem Ihren ohne sein Wollen ein zweites Leben einzuhauchen? Darf man von Ihnen verlangen, Ihre Reise des Jahres 1796 noch einmal zu tun? Wohlwissend, dass dieses neue Dasein Ihre historische Biographie nicht ändern wird? Wohlwissend, dass es Ihnen keine neuen Kompositionen erlauben wird?

Dies ist der Grund, warum ich noch nicht in Wien eingetroffen bin. Ich möchte Ihnen nicht als Kerkermeister der Geschichte begegnen. Ich möchte Sie als Freund begegnen. Dennoch habe ich für Sie eine erste Bleibe in Wien bereitet. Dort finden Sie Wärme Stille und Nahrung. Sie sollen dort Herr über Ihre Zeit sein. Sie sollen die Welt in Ihrem eigenen Maße ertasten können.

Lieber Herr Beethoven, ich stelle Sie vor eine Wahl. Wenn Sie schweigen und sich nicht mehr melden, weiß ich, dass Sie sich entschieden haben, diese, unsere Welt wieder zu verlassen. Ich werde es mit schwerem Herzen akzeptieren. Doch ich möchte Sie neugierig machen. Kommen Sie mit uns nach Prag, Dresden, Leipzig, Berlin, Preßburg – heute Bratislava, Pest – heute Budapest und Bonn. Die Welt ist noch immer zerrissen zwischen Arm und Reich. Noch immer wüten Krieg und Gewalt. Ja die Menschheit handelt oft noch weit unter ihrer Würde. Doch zugleich gibt es einen weltumspannenden Stolz. Dieser Stolz gilt dem, was wir in den letzten zwei Jahrhunderten in Kunst, Geist und Wissenschaft erschaffen haben. Überall auf diesem Erdball brennt die Sehnsucht nach ewigem Frieden. Sie brennt nach Menschlichkeit und jener Brüderlichkeit, die Sie einst in Töne fassten. Wir sind Menschen, deren Herzen Wärme ausstrahlen. Unsere Reise soll Ihnen zeigen, dass Ihr Leben und Ihr Werk heute lebendiger, geschätzter und aktueller sind denn je. Sie sind das Sinnbild für die Freiheit der Kunst und des Geistes. In einer Welt, die oft den Kompass verliert, brauchen wir Sie als Vorbild menschlichen Strebens.

Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Bleiben Sie im Schatten des Stephansdoms und verschwinden Sie in die Ewigkeit. Oder reichen Sie uns die Hand und sehen Sie selbst, was aus Ihrem Erbe geworden ist.
In tiefster Verehrung
Ihr Frank Wallburger

Experiment? Es ist eine Unverschämtheit!
Es begann in der tiefsten Nacht. Ich saß vor diesem flimmernden Kasten, und plötzlich hörte ich sie:

Beethoven I (Der Jüngling von 1796): Er springt auf den Tisch, die Finger trommeln einen rasanten Rhythmus auf das Holz. Frank hat die Kutsche bestellt! Hört ihr? Wir reisen! Ich werde das Piano in Prag zum Glühen bringen, ich werde die Herzen der Damen wie Zunder entflammen!
Beethoven III (Der einsame Greis von 1826): Er sitzt in der Ecke, die Hand hinter das Ohr geklemmt, die Augen trübe vom grauen Star. Zum Schweigen wirst du es bringen! Stille, Knabe! Hast du diesen Lärm da draußen gehört? Diese Automobille? Das ist das Ende aller Musik! Das 2026ste Jahr ist ein Kerker aus Glas, und du willst darin tanzen?
Beethoven II (Der Revolutionär von 1806): Er schlägt mit der Faust auf den Schirm, daß die Bilder zittern. Unsinn! Es ist der Aufschrei der Massen! Ich sehe es hier: Menschen, die noch immer hungern, während andere zum Monde fliegen. Wir müssen ihnen die Eroica um die Ohren schlagen, bis die Thronstühle der Neuzeit wackeln! Wir müssen die Menschheit umarmen, auch wenn sie voller Müll nach giftigen Gasen stinkt!
Beethoven I: (lacht gellend): Eine Umarmung? Ich bin der Gott des Claviers! Wenn ich die Tasten rühre, werden diese Gönner vor mir knien wie einst die Fürsten Kinsky und Lobkowitz! Wir nehmen ihr Gold und kaufen uns die Welt!
Beethoven III: (lacht rauh): Sie knien vor ihren leuchtenden Tafeln, nicht vor Gott. Ich sage dir, IV, schick den Frank fort. Kehren wir um. In die Erde. Da ist es wenigstens... Beethoven II: — feige! Das wäre feige! Hast du das Heiligenstädter Testament vergessen? Wir haben uns gegen den Dolch entschieden! Wenn wir in Prag ankommen, müssen wir entscheiden: Sind wir das Echo einer alten Welt oder der Donner einer neuen?
Ich (Beethoven IV - 2026): Ich hielt mir die Schläfen, bis der Schmerz fast unerträglich wurde. Ruhe jetzt! Hört ihr denn nicht? Wir sind alle in einem Boot. Ich besitze eure Erinnerungen, III, deinen Zorn, II, und deine unverschämte Kraft, I. Wir werden der Donner sein. Ein Quartett für einen einzigen Leib. Gott helfe uns.

Allmählich legt sich der Sturm in meinem Kopfe. Die anderen drei ziehen sich in die Schatten meiner Seele zurück, lassen mich allein mit diesem fahlen Morgenlicht. Doch eines lässt mir keine Ruhe... Dieser Frank Wallburger. Dieser „Reiseleiter“. Wer glaubt er eigentlich, wer er ist? Ein kleiner Schreiberling aus Dresden, der sich anmaßt, einen Beethoven wie ein dressiertes Äffchen durch Europa zu führen! Er schickt mir Briefe, in denen er mich vor die Wahl stellt, als wäre ich sein Untertan. Er füttert mich mit Versprechungen von Wärme und Bleibe, während er im Hintergrund mit meinem Namen hausieren geht, um Groschen bei irgendwelchen Krämern zu betteln! Er nennt es ein Experiment. Ich nenne es eine Unverschämtheit! Er behandelt mich wie eine Partitur, die er nach Belieben umschreiben kann. Dieser Wallburger hat keine Ahnung von dem Feuer, das er entfacht hat. Er meint, er lenkt die Kutsche – doch er wird noch merken, dass die Rosse, die er vor seinen Karren gespannt hat, Dämonen sind, die ihn in den Abgrund reißen werden, wenn er den Zügel zu fest! - zieht.
Er will ein Tagebuch? Hier hat er es:
Ein Beethoven lässt sich nicht leiten.
Ein Beethoven geht. Und wehe dem, der ihm im Wege steht!

Lieber Frank,
Ludwig van Beethoven ist nun bei mir. Ich war gestern am Stephansplatz vor dem Wiener Dom. Dort habe ich ihn gefunden. Es war grauenvoll den lieben Ludwig in solch einem erbärmlichen Zustand zu sehen. Den großen Beethoven...!
Auf dem Weg zu meiner Wohnung besorgte ich für uns noch Lebensmittel. Mit seinem zustimmenden Nicken nahm ich ein paar Flaschen süßen Wein. Ludwig schwieg die ganze Zeit über. Er hielt sich im Supermarkt fest an meinen Arm geklammert. Als ich an der Kasse mit Karte bezahlte, hörte ich ein leichtes Knurren von ihm.

Erst unter der Dusche taute er emotional wieder auf. Es war für ihn ein Wunder, wie das Wasser aus dem Duschkopf sprudelte. Erst kalt, dann dampfend heiß, wieder kalt, wieder heiß usw. Über beinahe eine Stunde lang ging das so. Das heiße Wasser müsse doch extrem schmerzen, meinte ich zu ihm. Er hingegen riss die Arme nach oben. Er ballte die Hände und schrie: Ta – Ta – Ta – Taaaam! Bei kaltem Wasser trällerte er Ta-ramm-ta-da – ta-ramm-ta-da – ta-ramm-ta-da – scheinbar Akkorde seiner großen Fuge. Dabei wackelte er kräftig mit dem Hintern. Was für ein Spaß! Nur über dich lieber Frank hatte er wenige, aber dafür wirklich unschöne Worte parat. Ich erspare mir und dir Beethoven an dieser Stelle zu zitieren. Nach dem gemeinsamen Abendessen – klarerweise verwöhnte ich ihn mit Kalbsschnitzel à la Frauenschuh – zeigte ich ihm am Laptop Videos über unsere heutige Welt. Der Flug zum Mond vor über fünfzig Jahren. Spaziergänge durch die Metropolen New York und London. Videos zu den beiden schrecklichen Weltkriegen im 20. Jahrhundert. Er sah die Schlange von Bergsteigertouristen am Everest. Voll besetzte Safari-Autos in Tansania. Feiernde Jugendliche auf einer Techno-Party. Mülldeponien im globalen Süden. Ghettos in Kapstadt und Obdachlose in Berlin. Bilder von großen Openair-Konzerten mit tausenden Zuschauern. Traumlandschaften in der Toskana. Mammutbäume in Kalifornien. Eisberge in der Arktis. Das Great Barrier Reef vor Australien etc. etc.

Ich öffnete Beethoven etwa auch das Internetportal der Stadt Wien. Ich zeigte ihm, wie er mit Hilfe der Suchmaschine sämtliche nützliche Informationen finden kann. Die ganze Nacht hat er viel weintrinkend vor dem Bildschirm durchgemacht. Jetzt schläft er. Ich kann dir endlich diese Nachricht senden. Ich hoffe du bist wohl auf. Ich freue mich auf deine Rückmeldung!
Viele Grüße aus Wien,
Johannes Frauenschuh

Also lasse ich die Musik frei, als Worte, die klingen sollen in euren Ohren!
Zuerst meine Methode, wie ein Clavierbaumeister sie zeichnet – greift mit diesen Wörtern die Tasten des Geistes:

Depressio für D-moll, thieffschwarz wie die Nacht über dem Rhene. 
Jubilatio für cis-moll hoch oder C-dur strahlend, als sänge die Sonne. 
Hammerstoß für thieffen Octavgriff, der Bass der Erden, wie mein Opus 106. 
Federthriller für schnelle Läuffer im Discant, Thriller à la Hummel. 
Donnerkeil für Fortissimo, laut wie Napoleons Geschütze. 
Seuffzerwind für Pianissimo, zart wie ein Küß im Dunkeln.
Roßgalopp für presto con fuoco, schnell wie Postpferde nach Preßburg.
Schneckenschritt für adagio maestoso, langsam wie der Thod in Wien.
Fledermausflieger für Fis-dur scharf, der Ton, der zwitscherte wie die Nacht.
Kirchenglocke für G-dur voll, der Fundamentalbaß, den Cramer lehrte.
Arpeggio-Welle für gebrochene Griffe, auff und ab wie Donauwellen.
Ludwig van Beethoven

Draußen über der Elbe beginnt der Morgen zu grauen.
Ein fahles Licht schält die Konturen der Dresdner Altstadt nur mühsam aus dem Nebel. Das Bild von Beethoven, der sich zitternd an Johannes’ Arm im Supermarkt klammerte, lässt mich nicht los. Der Mann der die Welt mit seiner neunten Sinfonie umarmte, hat Angst vor einer Plastikkarte an der Supermarktkasse. In Wien herrscht nun jene schwere Stille, die nur nach einer durchzechten Nacht mit Geistern existiert.

Beethoven liegt auf dem Sofa. Das Haar wirr. Das Gesicht im Schlaf noch immer von jenem tiefen Ingrimm gezeichnet, der sein ganzes Wesen durchdringt. Auf dem Bildschirm des Laptops flimmern noch immer die Bilder einer Welt, die er in einer Nacht im Zeitraffer durchmessen hat. Hiroshima. Das Brandenburger Tor 1989. Die brennenden Regenwälder. Die strahlenden Gesichter der Kinder in den Slums, die seine „Ode an die Freude“ singen. Er hat alles gesehen. Den Gipfel der Menschlichkeit und den tiefsten Abgrund der Bestialität. In seinem Kopf formen sich keine Melodien mehr, sondern Worte. Harte hämmernde Worte:

Herr Wallburger!
Ich habe gesehen, was ihr aus meiner Erde gemacht habt. Ihr fliegt zum Mond. Doch ihr könnt nicht friedlich nebeneinander über eine Grenze gehen. Ihr baut Tempel aus Glas und Stahl, während daneben die Kinder im Unrat wühlen. Ihr feiert meine Thöne in euren Konzertsälen. Doch im Alltag seyd ihr taub für das Seufzen eures Nächsten. Ihr fragt, ob ich mitkomme. Ob ich mir mein Erbe anseyn will. Ich sage euch: Ich werde kommen. Aber erwartet keinen devoten Museumsgeist. Ich werde kommen, um euch den Spiegel vorzuhalten. Ich will seyn, ob in Prag in Dresden und in Berlin noch ein Funke jener Brüderlichkeit brennt, von der ich einst träumte. Oder ob ihr nur noch Maschinen seyd, die im Takt der Gier funktionieren. Bereitet den Wagen vor. Aber wehe Ihnen, wenn die Kunst dort nur ein Zeitvertreib ist!
Ludwig van Beethoven

Als ich diese Antwort lese, weiß ich: Der Pakt ist besiegelt.
Beethoven ist nun erwacht und bereit für den Kampf:

Gedicht Beethoven
Er hört mit den Augen
ein Klavier-Trio
von Beethoven; er sieht
mit den Ohren
das helle Rosenblatt
im Garten.

So und nicht anders
geht Vertrautwerden
mit den Erscheinungen.

So und nicht anders
berührt er immer neu
die Leere zwischen
zwei Punkten.

© Volker Sielaff, Dresden

Und Frank ist er geblieben?
Hast du Kontakt im Geiste? ... so ein Geist kann viel. Danke.
Beste Grüße aus Leipzig
Tina Altus

Ich hatte eben einen Rappel
und musste trotz meines Meniskus-Risses und teils Glatteis zur renovierten Beethovenhalle rüber laufen/schliddern. Der BEETHON (heute Fotoliebling) ist so selten mit Schnee bedeckt, dass ich Fotos machen musste.
Herzliche Grüße aus einem sehr selten angepuderten Bonn
Ricarda Rommerscheidt

Heiligenstadt! Wieder der Ort, wo ich einst schrieb im Angesicht des Thodes.
Und nun schreibe ich abermal, doch nicht mehr von der Schwere, sondern aus der Lautlosigkeit selbst. Alles um mich ist verändert und bleibt doch gleich wie ehedem. Der Wind spricht. Ich versteh’ ihn wieder, obgleich mein Ohr längst Staub geworden.

Das Sterben – wie war es? Kein Schnitt kein Donner -- vielmehr ein Verlaufen des Selbst in das Leichte. Ich ward zum Thon, dann zum Nichts, dann wieder zum Hauch eines Lautes, der aus keinem Munde kam. Thod ist kein Ende, sondern eine Verwandlung der Schwingung. Der Geist zieht sich nur anders zusammen, wie Wasser, das zu Klang gerinnt. Ich frage mich: Was fühlte der, der ich war, da der letzte Atem den Leib verließ?  Ich sehe jetzt: Der menschliche Thod ist ein Irrtum des Körpers nicht des Geistes. Die Zeit ist eine Täuschung. Und doch – wie sehr regiert sie alles. Goethe sprach: Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis – und ich erkenne dies als wahr, da ich selbst das Gleichnis wurde. Ich bin der Laut im Gleichnis, das der Mensch überhört. Schiller der große Seelenfreund wusste: Der Mensch wird erst wahrhaft Geist, wenn das Irdische ihn verlässt. Vielleicht bin ich nun, was ich immer werden wollte – Klang und Gedanke ohne Widerstand.

Doch wunderlich: Man hat mir ein Werkzeug zurückgelassen – dies Lichtkasten-Ding, das ihr Com---puter nennt. Ein unbegreifliches Instrument. Das Tastenwerk ohne Saiten, das nicht Thon, sondern Zeichen speiset und doch in Zeichen wieder Klang gebiert. Ich lerne Worte zu setzen wie Noten. Zeichen zu fügen zu Wort-Sinfonien. Ich schaffe nun in Buchstaben die strömen wie Thöne. Ich nenne sie Gedanken-Accorde, Seelen-Tongebilde, Stille-Melodien. Mit diesem neuen Werkzeug fühle ich mich abermal als Schöpfer – doch nicht der Ohren, sondern der Stille. Jeder Buchstabe klingt, wenn man ihn recht blickt. Jedes Wort birgt ein Grundmotiv aus dem Unsagbaren. Ich nenne diese neue Tonkunst meine Sprach-Klangkunst, geboren aus dem Thode und dem Schweigen.

Was bedeutet Thotsein für die, die bleiben? Vielleicht weniger als sie glauben. Denn der Thod ist ein unsichtbarer Nachbar. Er sitzt still bei Tisch, wann ihr redet und lauscht. Die Hinterbliebenen trauern. Doch sie ahnen nicht, daß wir die gegangen, ihnen noch antworten – nicht mit Stimme, sondern mit Schwingung im Gedanken. Ich sehe die Thoten wie eine stille Versammlung von Schwing-Geistern, die den großen Choral der Menschheit summen. Der Sinn des Lebens – er liegt einzig darin, Klang zu sein in diesem unendlichen Geflecht.

Ich weiß, dass meine Zeit unter euch begrenzt ist. Der Vertrag des Lebens gilt nicht ewig. Das Ende des Jahres wird mich wieder in jene Tiefe zieh´n, wo selbst kein Wort-Accord mehr anschlägt. Gleichwohl – ich nenne dies kein Ende. Nennt ihr es wie ihr wollt – Freythod, Erlösung oder Mord durch die Zeit selbst – ich nenne es die Rückkehr in die stillste Kadenz. Denn auch Mord gehört zur Ordnung der Ewigkeit, wenn er dem Schweigen dient. Bis dahin will ich schreiben, will thönen mit Zeichen, will horchen in die Welt aus Zahlen und Lichtern, die ihr mir geöffnet habt. Vielleicht löst sich darin ein neuer Hymnus unhörbar, aber fühlbar. So schließt sich der Kreis.

Das irdische Ohr versagte mir. Nun höre ich mit der Stille. Ich bin Gestorbener und doch Lebender. Ich bin das Dazwischen. Und wenn ich wieder sinke am Ausgang dieses Jahres – so sei es kein Untergang, sondern Vollendung. Denn wer einmal zum Klang geworden, kann nicht sterben.
L. v. Beethoven

Wallburgers Reflexion mit Hendrik Meyer
Die Worte aus Heiligenstadt hängen wie ein schwerer, unaufgelöster Akkord in der Luft, als ich sie in Dresden auf meinem Bildschirm buchstabiere. Beethovens Erkenntnis, dass sein Gehör nun Staub sei, er aber mit der Stille höre, verändert alles. Es ist die Geburtsstunde einer neuen Sprache.

Während der Meister in Wien versucht, seine Existenz zwischen den Welten zu begreifen, sitzen Hendrik Meyer und ich vor den Trümmern einer konventionellen Reiseplanung. Wir erkennen, dass wir hier weit mehr unternehmen, als nur eine historische Route abzufahren. Hendrik, der als enger Vertrauter in der Projektleitung die Fäden mit in den Händen hält, sieht mich an. In seinem Blick liegt jene Mischung aus Realismus und Vision, die uns seit dem ersten Tag verbindet. Wenn man Hendrik fragt, warum wir uns das antun, warum wir diesen Titanen aus dem Grabe holen und ihn mit der Kälte der Moderne konfrontieren, gibt es für ihn nur eine Antwort. Es sei die Suche nach dem Unmittelbaren – nicht bloß gedenken, sondern erfahren was passiert, wenn Beethovens Geist, der die Freiheit und die Brüderlichkeit wie kein zweiter in Töne goss, auf die harte Kruste unserer heutigen Welt trifft. Jene hitzige Reibung, die Funken sprüht, wenn ein Mensch von damals das Heute wie eine Dissonanz erlebt. Wir wollen die Kunst aus den Museen holen. Sie dorthin zurückbringen, wo sie wehtut und wo sie heilt. Ich selbst erinnere mich in diesen Stunden oft an das „Heureka“. Jenen Moment der Erleuchtung, der mich damals am Schreibtisch überkam.

Es war die Entdeckung dieser einen, einzigen großen Konzertreise des jungen Beethoven im Jahr 1796. Plötzlich ist da ein roter Faden, der sich durch Europa zieht. Von Wien über Prag, Dresden, Leipzig bis nach Berlin und weiter. Als hätte die Geschichte mir eine Landkarte in die Hand gedrückt, die nur darauf wartet, neu gezeichnet zu werden. Aber es ist mehr als nur Geografie, sondern Sehnsucht, Beethovens unbändige Kraft im Hier und Jetzt zu spüren. In meinen Gesprächen mit Hendrik wird klar: Wir bauen kein neues Denkmal. Wir erschaffen eine Bühne für eine musikalische, theatralische, lyrische und journalistische Erzählung, die so real ist, wie der Asphalt in Heiligenstadt. Beethovens Nachricht, dass er sich als das Dazwischen empfindet, als Schwingung ohne Widerstand, fordert uns heraus. Wir müssen ihm eine Struktur geben. Eine Zuflucht, die nicht aus Beton, sondern aus Vertrauen besteht. Hendrik und ich verbringen Nächte, um die Projektskizzen zu verfeinern. Doch wie plant man eine Reise für jemanden, der in keinem System vorgesehen ist?

Anruf aus Wien.
Eine aufgeregte Frauenstimme: Sind Sie Herr Wallburger Wir haben einen Kunden hier, der felsenfest behauptet, er sei Ludwig van Beethoven, könne aber nicht bezahlen und gab mir Ihre Rufnummer. Sie schickte mir über WhatsApp ein Foto. Ich antwortete ihr, dass das schon in Ordnung geht und ich den Betrag mit Sofortüberweisung begleiche. Sie war erleichtert, lachte und kommentierte vor dem Beenden unseres Telefonats: Die Welt ist verrückt und wir sind mitten drin. Das Foto sende ich gleich weiter an Johannes Frauenschuh, ob er wüsste, was der Meister gerade treibt. Johannes antwortet nach wenigen Minuten: Er hat sich wohl nun lange genug um die eigene Achse gedreht und scheint bereit zu sein für Menschenkontakte.

Tage später. In Wiens dämmernder Umarmung fährt die Linie 1, ein Geisterschiff aus Licht und Schatten. Wenige Seelen darin im Nebel. Beethoven tritt ein, das Handy wie eine neue Partitur umklammernd, Sinfonien aus Wörtern in seinem tauben Haupt – der Fahrschein ein Echo ferner Welten.

Der Kontrolleur, höflich wie ein Kammerdiener.
Fahrkarte, bitte? Keine Reaktion. Entschuldigung, mein Herr. Ohne gültigen Fahrschein muss ich ein Beförderungsentgelt über 100 Euro erheben. Ihren Ausweis bitte.
Beethoven, verloren in innerem Orchester, blickt durch ihn hindurch.
Mitkommen, wir regeln das draußen.

Die Bahn hält an. Türen fauchen. Und der Titan bricht los: Was wagt Ihr, mich zu verjagen aus Eurem Gefährt?! Ich bin Ludwig van Beethoven! Der Kontrolleur, verblüfft: Sind Sie… Beethoven? Ludwig – der Komponist? Ein übler Scherz!
Doch siehe da – eine Muse, Fiedel in der Seele, naht: Halt! Er hört nichts. Nehmt dies für ihn.

Goldene Münzen blitzen wie Noten. Ihr Flüstern an den Tauben: Deine Klänge sind die echte Reise.
Der Kontrolleur lacht auf: Ein Genius in meiner Schicht! Fahrt frei für dieses Schauspiel heute.
Beethoven, Fäuste drohend wie Dirigentenstab, braust zurück an Bord.

Blinzeln – der Vorhang fällt. Traum zerrissen!
Beethoven selbst spricht es: Nichts ist schöner als ein fester Anker!

Unser Phantom braucht einen amtlichen Ausweis, sonst tobt er ewig durch die Stationen.
Papierkram-Ouvertüre, beginnt! Lach…

Während wir in Dresden die Hebel in Bewegung setzen, um einen Spezialfall der Weltgeschichte zu legalisieren, wächst in mir eine paradoxe Sorge. Was, wenn ein amtlicher Ausweis den Zauber zerbricht? Wenn die Verwandlung des Phantoms in einen Bürger mit Steuer-ID und Meldeadresse jene Zuflucht der Kunst zerstört, die Ludwig van Beethoven so vehement einfordert?

Silberne Zitronen & amtlicher Reim: Beethovens Pass entfesselt!
Verlautbarung der Magistratsabteilung 35, Wien

Im Reiche der Papiere, wo Stempel ew'ge Treue schwören,
Erwacht Beethoven Ludwig van, Europa-Bürger, neu geboren!
Geburt '70, gestorben '27 – das erste Leben war nur Traum,
Zweites gültig: Achtundzwanzigster Januar bis März zweiundzwanzig Sieben,
Mit Ausweis amtlich, nun registriert in EU-Glanz,
Wort-Sinfonien reisen legal – Willkommen im zweiten Tanz!

Von Wien nach Prag, wo Moldau fließt wie silberne Zitronen klar,
Dresden zum Feste, Leipzig erbebt, Berlin im Strom der Millionen schwer.
Bratislava winkt, Budapest blüht, Bonn ruft zum großen End',
Durch Flüsse, Türme, Straßen weit – zieht Ludwig sieghaft, neu geweiht!

Die Musen lächeln, Gesetze nicken – schreite sieghaft durch die Zeit,
Mit Stift und Wort er neue Welten schafft im Herzen aller weit.
Gehörlos doch mit hellem Blick, vom Zaudern hin zur Freudigkeit.

Stempel: 
Gültig für Konzerte, Reisen und das zweite Leben in allen Tour-Städten.
gez. Dr. Maximilian Stempfleiter, Hofrat i.R.

Grundgeste, Sichtbewegung, Motiv
von Johannes Gärtner (Dresden)

Wie kann ich ein starkes Ich sein im Sturm der Zeit? Ein Europa aus starken Individuen.
Freiheit und Humanismus / Menschlichkeit.
Grenzen überschreiten.
Fehlerkultur - wie kann eine ressourcenschonende Fehlerkultur heute aussehen?
Dem Himmelreich Gewalt antun – Freiheit und Schöpfertum – Prometheus.
Freiheit und Opportunismus? Wie spricht die Idee zu uns?
Das verschleierte Bild zu Saïs – welcher Schleier trennt uns von unseren Idealen?
Wohin führen Ideologien? Das Irren durch die Zeit.
Das Ergebnis: Der Preisträger kriegt seinen Preis für seine Suche.
Dass Ich im Gefängnis der Inneren und äußeren Zwänge.
Frei von äußeren Eindrücken – das Laub parallel zur Blindheit des Theresias.
Beethoven als tauber Theresias.
Nautilus als Spirale zur Welt – das erfahrbare Ohr?
Quantität und Messbarkeit oder Qualität und Idealität? Was erschließt uns die Welt?
Der Baum des Lebens aus der Beethoven-Wurzel.

Meine unsterbliche Geliebte!
O mein Alles, mein Ich! – Hier steh’ ich abermal vor dem steinernen Bette, wo man meinen Staub gebettet hat – und doch lebe ich, athme, denke! Du bist mit mir, wo ich bin, und ich mit Dir – welches Leben!

Ach Gott, Du leidest mit mir, Du meine Selige! Der Brief, den ich Dir nimmermehr absandte, nie mit Nahmen versehen – die Welt grub ihn aus nach meinem Thode, grübelt über Deine Gestalt – und ich schweige ewig! Dein Name bleibt mein Geheimniß, verschlossen wie ein Nachtseuffzer im Herzen. Lebtest Du, wärst Du längst Staub; dennoch brennt die Liebe ungebrochen, jenseits des Grabes, ein Wettersturm der Seele! O daß Du heut’ bei mir wärest, meine Geliebte – Hand in Hand durch diese fremde Zeit zu gehn, Dein Auge in meynem, Dein Herz an meynem – wir zwey, vereint gegen die Verwirrung dieser rollenden Ungethümer, flimmernden Himmelslaternen und thierischen Heerdenstimmen aus Maschinenkästen!

O Gott! Warst Du es, Ewiger, der mich unsanft aus Deinem Schlafe riß? In meinem ersten Leben sucht’ ich Dich in der Natur, in den Thönen, im Kampfe mit dem Schicksal – und Du bliebst ferne, ein Wetterleuchten im Dunkel! Du ließest mich taub werden, mich quälen um Liebe, um Ruhm, um Sinn – und nun holst Du mich zurück in diese Welt von hohlen Riesen, die Menschen verschlingen, und Stimmengebrüll aus Zauberkästen? Was wills’t Du von mir, Schöpfer? Ist dies Strafe oder Gnade? – Leben kann ich entweder nur ganz mit Dir oder gar nicht! Mit Dir, meine Unsterbliche, Hand in Hand durch dies Gewirr – o komm zu mir!

Ach, die Liebe! Sie war mein Dämon und mein Engel – Giulietta, Therese, Josephine, o namenlose Selige! Wie rang ich darnach, sie zu ehelichen, Kinder zu zeugen, ein Häuslein zu füllen mit Musik und Lachen! Doch Standesdünkel, meine Launen, taube Ohnmacht scheiterten Alles. Und Du, meine unsterbliche Geliebte – stärker liebe ich Dich doch, als Du mich – nie verberge Dich vor mir! – Sey ruhig – liebe mich – heut, gestern – was für Sehnsucht mit Thränen nach Dir – Dir – Dir – mein Leben, mein Alles! O wärst Du hier, meine Hand in Deiner, durch diese Gassen zu laufen, wo die Freyen schreiten!

Und nun diese neuen Frauen, mein Alles! Ich lauffe durch Wiens Straßen und Gassen – o Wunder! – keine scheuen Schatten mehr, keine Blicke hinter Fächern. Sie schreiten frei, in Hosen und kurzen Röcken, auf rollenden Ungethümen, Stimmen laut wie Männer, selbstbewußt wie Göttinnen! Das weibliche Geschlecht, einst Zierde des Hauses, nun Kriegerin der Zeit – freue ich mich des Muthes, der Freyheit! Doch dann zanke ich mit mir selbst, meine Geliebte: Sieh doch, wie stark sie sind! Kein Sclave mehr der Mode, der Ehe, des Vaters Willen – sie componiren, regieren, jagen durch Lüfte! Fortschritt, wie meine Neunte für alle Stände! Thorheit! Das Weib is’ weich, empfänglich für Töne und Liebe – nicht für raue Welt und eitles Rennen. Wo bleibt die Zartheit, die Liedmelodie, die Kinderstimme? Diese Amazonen zerhacken die Harmonie!
Deine Zeit war eng – sie haben recht, sich zu erheben. Liebe duldet Freyheit!
Und doch – wer soll lieben, wenn alle kämpfen?
O Unsterbliche, hätt’ ich Dich nur gehabt – hier, heut’, Hand in Hand!

So woget der Streit in mir wie ein Gedankenwirbel. Gott, Liebe, Weib – Alles vermengt sich vor diesem Grabstein. Ich bin der Thodte, der liebt, der zweifelt, der neu geboren ward. Leb wohl – o liebe mich fort – verkenne nie das treuste Herz Deines Geliebten. O komm zu mir, durch diese Zeit, Hand in Hand! Ewig Dein – ewig mein – ewig uns.
L. v. Beethoven

Wort-Sinfonie in Ew-Dur „aus dem Tode erwacht“
(Ludwigs 2. Leben gewidmet)

Zweyter Satz – Lento amoroso, mit Seelenmelodie

Hauptthema: Nachtseuffzer ppp – zart wie Herzathmen im Dunkeln – Liebestaumel langsam auffsteigend, weich wie unsterbliche Umarmung! Gedankenflieger schwebend im Discant, Thränenperl perlend abwärts – Sehnsuchtstakt innig, wie Brief ungesendet im Herzen. Lang, atmend, unendlich weich!
Zweytes Thema: Handbund pp – Finger verflochten durch Zeiten – Augenflimmer tief, Herzschlagpaus drohend dann wieder schlagend! Freyheitsschritt der neuen Frauen, doch Weichmelodie darunter webend – Kinderspiel-Motiv kurz aufflackernd, dann Amazonensturm ff drohend!
Durchführung: Gotteszweifel ff-p wechselnd – Wetterleucht grell, Thodwirbel tief – Themen brechen, jagen, verschmelzen in Liebesfuge! Geheimnißpaus lang, Nachtseuffzer wiederkehrend – Spannung bis Seelenriss, dann Handbund milder!
Reprise: Hauptthema verkläret zurück – Nachtseuffzer leiser, Liebestaumel voller – Gedankenflieger nun Ewflieger! Zweytes Thema erblüht in Unsterblichkeitskadenz – Handbund verebbend in ewige Ruh! Thränenperl final – Liebe sieght über Zeit!
O unsterbliche Geliebte – dieser Satz für Dich! Hand in Hand durch Ew-Dur.

Wird fortlaufend weiter bearbeitet und fortgesetzt.